Squalan: Warum jeder in den Inhaltsstoff verliebt ist

Wieso spricht eigentlich gerade jeder über Squalan? Der Hype um das geruchslose Öl geht in die nächste Runde – warum er vollkommen berechtigt ist, erfahrt ihr jetzt. 

Apr 4, 2025 - 20:45
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Squalan: Warum jeder in den Inhaltsstoff verliebt ist

Wieso spricht eigentlich gerade jeder über Squalan? Der Hype um das geruchslose Öl geht in die nächste Runde – warum er vollkommen berechtigt ist, erfahrt ihr jetzt. 

"Gesichtsöle sind doch total fettig und verstopfen die Poren" – wenn ihr auch so denkt, dann macht euch gefasst ab sofort umzudenken. Denn Squalan ist ganz anders als zum Beispiel Rosen-, Rizinus- oder Kokosöl. Bei dem Hype-Inhaltsstoff handelt sich um ein durchsichtiges und völlig geruchsneutrales Öl, das die Haut unfassbar seidig hinterlässt, ganz ohne fettigen Film. Wie ihr Squalan am besten in eure Hautpflegeroutine integriert, erfahrt ihr jetzt. 

Squalan – deshlab ist es anderen Gesichtsölen überlegen

Squalan kommt natürlicherweise in unserer Haut vor. Gut, genau genommen ist es Squalen, das mit ca. 14 Prozent Hauptbestandteil des Hauttalgs ist, das eignet sich jedoch aufgrund der ungesättigten Fettsäuren und der daraus resultierenden kurzen Haltbarkeit nicht für die Herstellung von Kosmetik. Wir nehmen also mit Squalan vornehm, das heute fast immer vegan aus Oliven gewonnen wird ("Phytosqualan"). 

Als Teil unseres antioxidativ wirkenden Hauttalgs ist Squalannatürlich extrem verträglich, weil es (fast) hautidentisch ist. Talg ist ein Lipid und bildet eine wichtige Komponente des Hydro-Lipid-Films, der unsere Haut beschützt. Diesen Film zu stärken, sollte sich jeder von uns auf die Flagge schreiben. Denn ist dieser intakt, verliert unsere Haut weniger Wasser. Wenn unsere Haut weniger Wasser verliert, ist sie besser durchfeuchtet, was nicht nur ihre Gesundheit steigert, sondern sie auch praller wirken lässt. Trockenheitsfältchen adé! 

Für die, die behaupten, dass Squalan Feuchtigkeit spenden würde: Ihr müsst jetzt ganz stark sein. Denn da Squalan ein Öl ist, kann es keine Feuchtigkeit spenden, sie jedoch bewahren. Wie ihr euch das bei der Verwendung zu Nutzen macht, verraten wir jetzt.

Squalan in die Hautpflegeroutine integrieren

Squalan ist wie der Deckel auf der Brozeitdose – er kommt erst drauf, wenn sie prall gefüllt ist. In unserem Fall mit Feuchtigkeit. Für eine gesunde Hautbarriere also im ersten Schritt ein schönes Feuchtigkeitsserum mit wasserbindenden Inhaltsstoffen wie Glycerin oder Hyaluron benutzen und auf feuchte Haut auftragen. Im Anschluss dann ein paar Tropfen Squalan auftragen. 

Bei trockener und reifer Haut gerne auf das ganze Gesicht geben. Bei Mischhaut die Regionen aussparen, die sonst schnell ölig werden (Kinn, Stirn). Denn da produziert eure Haut bereits genug Hauttalg, dass sie nicht zusätzlich ein Lipid braucht – generell solltet ihr diesen Bereich mit Cremes + Co. aussparen. Hier kann Squalan optimal um die Augenpartie aufgetragen werden. Ein feuchtigkeitsspendendes Serum solltet ihr dennoch auf keinen Fall weglassen. 

Ihr könnt Squalan alleine auftragen oder ein paar Tropfen in eure Creme mischen, um diese noch pflegender zu machen. Natürlich gibt es auch viele Beauty-Produkte, die bereits mit Squalan formuliert sind. Das Öl hat die hervorragende Eigenschaft, Texturen geschmeidiger zu machen und sie besonders leicht anfühlen zu lassen. Deshalb sind z.B. auch viele Haarpflege-Produkte damit formuliert – ein Must-have für Leave-Ins. Lieben wir! 

Wenn ihr gerne aktive Wirkstoffe verwendet (Retinol, Vitamin C + Co.) dann kann das Einschließen dieser Inhaltsstoffe mit Squalan die Wirkung intensivieren. Das kann gewollt sein, irritiert die Haut aber auch potenziell mehr. Wenn ihr euer Vitamin A o.ä. noch nicht richtig vertragt, könnt ihr das Ganze jedoch wunderbar umkehren: als erstes Squalan auf die Haut und dann erst den Wirkstoff. So "puffert" ihr die Wirkung und die Hautbarriere wird nicht beschädigt. 

Verwendete Quellen: Sebum analysis of individuals with and without acne