Apple Intelligence: Die KI spricht jetzt auch Deutsch

Mit der Veröffentlichung von iOS 18.4 versteht Apple Intelligence auch Deutsch. Das sind einige der KI-Funktionen, die unterstützt werden.

Apr 2, 2025 - 12:25
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Apple Intelligence: Die KI spricht jetzt auch Deutsch

Mit der Veröffentlichung von iOS 18.4 versteht Apple Intelligence auch Deutsch. Das sind einige der KI-Funktionen, die unterstützt werden.

Nachdem Entwickler bereits seit Wochen testen konnten, haben iPhone-Nutzerinnen und -Nutzer in der Europäischen Union mit dem jüngsten Betriebssystem-Update endlich Zugriff auf Apple Intelligence. Hinzu kommt, dass "das persönliche intelligente System", wie Apple es nennt, jetzt auch Deutsch als Sprache unterstützt.

Neue Updates, weitere Sprachen

Jüngst sind Updates für mehrere Apple-Geräte erschienen. Für das iPhone steht das Betriebssystem in der Version iOS 18.4 zur Verfügung, für iPads gibt es iPadOS 18.4 und für Macs macOS Sequoia 15.4. Wer die KI-Funktionen von Apple Intelligence nutzen möchte, benötigt allerdings ein recht aktuelles Modell. Beim iPhone werden beispielsweise das iPhone 15 Pro, das 15 Pro Max und sämtliche iPhone-16-Modelle unterstützt. Einen Überblick über die weiteren Geräte, die kompatibel sind, gibt es auf einer Übersichtsseite zu Apple Intelligence.

In acht neuen Sprachen können Userinnen und User ab sofort auf die Apple-Intelligence-Funktionen zugreifen. Neben Deutsch ist auch eine Unterstützung für Chinesisch (vereinfacht), Französisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch (Brasilien) und Spanisch neu verfügbar. Zudem kommt Englisch in lokalisierten Varianten für Indien und Singapur hinzu. Im Laufe des Jahres sollen weitere Sprachen folgen, darunter etwa Vietnamesisch.

Apples KI-Features: Vom einfachen Text...

Die neuen Funktionen sollen Nutzerinnen und Nutzern vor allem das Leben erleichtern. Das fängt schon beim Erstellen, Bearbeiten und Zusammenfassen von Texten an - sowohl bei E-Mails als auch bei Kurznachrichten oder bei Notizen. Mit wenigen Tippern oder Klicks wird es beispielsweise möglich, den richtigen Ton für Texte zu finden.

Wer sich etwa mit einem kurzen Text vorstellen möchte, der wird für eine E-Mail an einen potenziellen neuen Arbeitgeber einen gänzlich anderen Tonfall beziehungsweise Stil wählen, als für ein Profil in einer Dating-App. Apple Intelligence kann entsprechend bei der Umformulierung helfen. Das Korrekturlesen eines Textes übernimmt die KI ebenfalls. Zudem kann sie auch längere Texte zusammenfassen.

Besonders praktisch kann das beispielsweise bei E-Mails sein. Hier lassen sich die ellenlange Nachricht eines Arbeitskontaktes oder ganze Verläufe mit den wichtigsten Details zusammenfassen. So behält man auch in stressigeren Situationen den Überblick und kann sich zu einem späteren Zeitpunkt in Ruhe alles durchlesen. Neu ist zudem ein Bereich im Posteingang, der wichtige Nachrichten automatisch priorisieren soll - beispielsweise Anfragen zu einem kurzfristigen Termin.

... bis zum bunten Bild

Wer künstlerisch nicht allzu begabt ist, seine Kreativität aber trotzdem ausleben möchte, bekommt mit "Image Playground" Gelegenheit dazu. Das Tool ermöglicht das automatische Erstellen von Bildern nach Nutzerwunsch - in drei unterschiedlichen Stilen. Das Erstellen fotorealistischer Bilder ist damit aber nicht möglich. Auf die Funktion können Userinnen und User in einer eigenen App oder auch direkt in ihren Nachrichten zugreifen. In letzteren lassen sich auch sogenannte Genmojis erstellen. Trotz breiten Angebots gibt es einfach nicht immer das richtige Emoji für eine Situation, per Textanweisung oder auch nach Bildvorlage lässt sich dieses erstellen.

Apple Intelligence soll außerdem dabei helfen, die Suche nach Fotos oder Videos auf seinem Gerät zu erleichtern. Wer eine Freundin in einem grünen Sommerkleid fotografiert hat, kann beispielsweise nach "Sandra im grünen Kleid" suchen und bekommt die passenden Ergebnisse angezeigt. Beliebte Rückblick-Filme lassen sich so ebenfalls mit entsprechenden Angaben erstellen.

Über das "Bereinigen"-Werkzeug können zudem störende Dinge aus dem Hintergrund von Fotos entfernt werden. Eine Möwe hat auf einem Bild von einem wunderschönen Strandspaziergang bei Sonnenuntergang nichts zu suchen? Na dann weg damit.

Siri, ChatGPT und der Datenschutz

Auch Sprachassistentin Siri soll fortan noch hilfreicher sein - vor allem durch ihr Verständnis. Sie kann den Kontext einer Anfrage verstehen und nicht großartig davon beeinflusst werden, wenn ein Nutzer oder eine Nutzerin sich verhaspelt oder verbessert. Siri soll etwa derartige Anfragen verstehen: "Was ist, äh, wann habe ich den nächsten Zahnarzttermin?" Und dann auch im Kontext sinnvolle Folgefragen beantworten können, wenn diese im Anschluss gestellt werden.

In seinen Schreibwerkzeugen und über Siri ist zudem auch ein Zugriff auf ChatGPT möglich. Der smarte Chatbot kann zum Beispiel zum Erstellen von Texten herangezogen werden, muss dies aber nicht. Nutzerinnen und Nutzer haben die Wahl und werden auch um Erlaubnis gefragt, wenn ChatGPT für eine Anfrage verwendet werden müsste.

Generell betont Apple, dass Datenschutz nicht zu kurz kommen soll. Einfachere Aufgaben sollen direkt auf dem Gerät erledigt werden, für kompliziertere Anfragen kommt "Private Cloud Compute" zum Einsatz. Die für die jeweilige Aufgabe erhobenen Daten wandern dann auf Apple-Server, sollen dort aber nach der Bearbeitung wieder gelöscht und niemandem zugänglich gemacht werden.